LVGL für industrielle Benutzeroberflächen +++ mioty ToGo Mission zum Anfassen +++ NVIS, wenn Displays die Nacht verstehen
„Logistik beginnt nicht im System, sondern im Leben“
Ein Gespräch mit Fabian Hoffend, Manager Logistik
geführt vom „SUPPORTER“, begleitet von Robert Stojku, Office Manager Österreich
Robert: „Es war einer dieser Momente zwischen Autobahn, Kaffee und Kalender. Österreich im Winter. Vorarlberg am Morgen, Salzburg am Nachmittag, Wien am nächsten Tag. Draußen Nebel, Schnee, Eisregen.
Drinnen beim Kunden: Gespräche über Lieferketten, Termine und das, was alles gleichzeitig funktionieren muss. Mit dabei ist Fabian, mit tiefer innerer Ruhe ausgestattet, überzeugt mit klaren und vorausschauenden Angeboten. Ich habe ihn oft so erlebt. Routiniert tritt er auf, holt den Kunden in seiner Situation ab und begeistert mit klaren und sinnvollen Angeboten.
Fabian ist unser Manager Logistik. Und seine Lösungen klingen nicht nur gut, sie funktionieren auch. Fabian braucht Logistik nicht erklären. Er lebt sie!
Heute auf dem Rücksitz dabei. Unser SUPPORTER, als Action-Figur und Mitbringsel für den Kunden. Ich werfe einen Blick in den Rückspiegel und es erscheint, als hätte er dieselben Gedanken wie ich und nickt leicht zustimmend zu…
„Fabian, wenn man dich erlebt, so ruhig, strukturiert, immer einen Schritt voraus.
Das wirkt nicht wie gelernt, sondern wie selbstverständlich.
War Logistik für dich eigentlich schon immer da?“
Fabian: (lächelt) Ja, wahrscheinlich schon. Nur eben lange bevor ich wusste, dass es dafür Begriffe gibt. Mein erstes echtes Logistikprojekt hatte nichts mit GLYN zu tun, sondern mit meiner Studenten-WG in Ulm. Mehrere Leute, eine Waschmaschine. Und vor allem: regelmäßig kein Waschmittel.
Robert: Ich muss grinsen. Wir fahren gerade durch Niederösterreich und sprechen über Waschmittel. Typisch Fabian, hat das Alltagsproblem strukturiert gelöst.
Fabian: Irgendwann war klar: Das Problem löst sich nicht von selbst. Also habe ich ein ganz einfaches System eingeführt: Zwei Packungen. Eine im Einsatz, eine als Reserve.
Sobald die erste leer war, kam die Verpackung in die Einkaufstasche als Signal: Bitte nachkaufen. Und die zweite wurde genutzt.
The SUPPORTER: Klingt nach WG-Lösung, ist aber eigentlich schon Supply Chain Management, oder?
Fabian: Genau. Ohne Theorie war das: Kanban Pull-Prinzip plus Sicherheitsbestand.
Entnahme über FIFO mit klar definiertem Nachschubprozess. Und vor allem: Es hat funktioniert.
Robert (aus der Praxis): Ich habe genau dieses Denken später bei Kunden wiedererkannt. Nicht als Theorie, sondern im Alltag. Wenn wir gemeinsam unterwegs waren, habe ich oft gemerkt: Der Fabian denkt Dinge zu Ende, bevor sie überhaupt passieren. Welche Teile werden wann gebraucht? Wo könnte es eng werden? Was ist Plan B? Das ist nicht laut. Aber extrem wirksam!
„Ja, einfach und transparent der konkrete Nutzen für den Kunden.
Fabian, was bedeutet dieses Denken konkret für unsere Kunden?“
Fabian: Im Kern genau das, was damals in der WG funktioniert hat, nur auf professionellem Niveau: Material ist da, wenn es gebraucht wird. Ständiges Nachsteuern gehört der Vergangenheit an und mehr Kapital steht für wichtige Investitionen zur Verfügung – es ist nicht unnötig im Lager gebunden.
Konkret heißt das, planbare Verfügbarkeit statt kurzfristiger Engpässe, reduzierte Lagerbestände bei gleichzeitig höherer Versorgungssicherheit und weniger operative Hektik im Alltag. Stabile Prozesse in Produktion und Beschaffung. Oder anders gesagt: Der Kunde muss sich nicht mit Logistik beschäftigen, weil sie im Hintergrund zuverlässig funktioniert.
Robert: Ich denke da gerade an unsere Termine. An Gespräche mit Kunden, die sagen:
„Passt so.“ Das ist das größte Kompliment, was wir bekommen können. Was mir immer wieder auffällt: Du reagierst selten. Denn du bist meistens irgendwie vorher schon da.
„Das ist genau der Punkt.
Logistik ist kein Reagieren. Logistik ist Vorausdenken.
Wenn ich erst handle, wenn ein Problem sichtbar wird, bin ich schon zu spät.“
The SUPPORTER: Kleine Anmerkung von mir. Viele sehen Logistik trotzdem als Systemthema, z.B. ERP, Lager, Prozesse.
Fabian: Systeme sind wichtig. Aber sie sind nur Werkzeuge. Der eigentliche Unterschied entsteht im Kopf: Bedarfe erkennen, Risiken einschätzen und Alternativen vorbereiten. Gute Logistik beginnt, bevor sie im System sichtbar wird.
The SUPPORTER: Jetzt mal zum Thema Realität statt Wunschdenken. Die klassische Kundenfrage: „Warum habt ihr das nicht lagernd?“
Fabian: (lacht) Meine ehrliche Antwort: „Weil Logistik viel kann – aber Gedankenlesen noch nicht.“ Das ist natürlich mit Augenzwinkern gemeint. Aber es zeigt: Logistik braucht Transparenz, Kommunikation und Planung. Dann funktioniert sie hervorragend.
„Und genau das erlebe ich draußen bei Kunden.
Die besten Projekte sind nicht die, bei denen wir am schnellsten reagieren mussten.
Sondern die, bei denen alles einfach… läuft."
The SUPPORTER: Das ist alles wertvolles Wissen. Du gibst dein Wissen auch als Dozent weiter. Warum ist dir das wichtig?
Fabian: Weil Logistik verstanden werden muss. Nicht nur angewendet. In meinen Vorlesungen im Supply Chain Management versuche ich deshalb Theorie so zu erklären, dass sie in der Praxis funktioniert. Dass viele meiner ehemaligen Studierenden heute selbst Verantwortung tragen und wir uns weiterhin austauschen, freut mich besonders. Und auch im IHK-Prüfungsausschuss sehe ich: Gute Logistik braucht gute Leute. Und die entstehen nicht von allein.
The SUPPORTER: Und dann gibt es noch dein Hobby, die philippinische Kampfkunst. Ruhe, wenn es komplex wird. Ist das ein Zufall?
Fabian: Nicht ganz. Da geht es um Fokus, Disziplin, Reaktion und Ruhe. Gerade dann, wenn es unübersichtlich wird. Und ja. Als fast zwei Meter großer Mensch hatte ich vielleicht den einen oder anderen Vorteil. Aber: Überblick hilft in jeder Situation.
Robert (in Gedanken): Wir fahren weiter. Die Landschaft zieht vorbei. Irgendwo zwischen Niederösterreich und Wien. Ich denke an all die Projekte. An enge Zeitfenster.
An große Stückzahlen. An viele bewegte Teile. Und daran, dass Logistik nie laut war, sondern immer schon da.
The SUPPORTER: Fabian, ein letzter Satz: Wie würdest du deine Arbeit in einer Art Slogan beschreiben?
„Logistik beginnt nicht im System, sondern im Leben.
Und guter SUPPORT zeigt sich darin, dass für den Kunden alles einfach läuft.“
Robert (in Gedanken): Ich nicke zustimmend. Weil ich genau das immer wieder erlebe…